Auftrag geschrieben am 13.06.2009 12:42:43
Kündigung & Gehaltsverzug
Rechtsgebiet: Arbeitsrecht | Status: angenommenIch habe einen Arbeitsvertrag mit der GmbH, nach deutschem Recht, als Vertriebsmitarbeiter. Mittlerweile bin ich der einzige von ehemals 4Mitarbeitern der verblieben ist, die anderen (Samt GF) wurden gekündigt. Der einzige noch aktuelle und im HRB eingetragene Gf ist der Eigentümer, der in Italien sitzt. Im HRB steht zwar noch Viersen drin, jedoch ist das Büro dort nicht mehr existent - es gibt nur noch mein Home office. Ich bin seit knapp über 2Jahre hier tätig, die Umsätze sind bescheiden, das liegt an vielen unterschiedlichen Umständen.
Fakt ist, ich wurde per Ende 07.2009 gekündigt, im April. Aus der Kündigung geht hervor dass der Eigentümer den Vertrieb umstrukturieren will - demnach sollen alle Vertriebsniederlassungen von den mitarbeitern vor Ort, in selbstständige Handelsvertretungen gewandelt werden - jeder Vertriebler weltweit soll sich selbstständig machen. Ich muss hinzufügen, ich werde diesen Weg nicht gehen ich habe bereits, per 1.8.09, eine neue Stelle von der mein jetziger AG nichts weiss.
Nun ist es so, dass das Gehalt für "Mai" noch nicht überwiesen ist, den April erhielt ich mitte / Ende Mai. In den vergangenen 2Jahren ist dies mittlerweile das 6 (!!) mal in welchem mein Gehalt verspätet überwiesen wird. Ich habe jedesmal selbst nachfragen dürfen und müssen - wann ich denn mein Gehalt erhalte, ich wurde NIE vorgewarnt oder: es wurde nicht mit mir besprochen.
Ferner, habe ich, trotz verspäteter Zahlungen immer meine Arbeit getan. Ich war auf Kundenbesuche, Projektsuche, Beratung etc. Als ich erwähnte dass ich das Geld dringend benötige da ich in 4Wochen Heiraten werde, und das Geld jeden Monat gezählt ist und daher meine Miete verspätet zahlen muss/darf wurde mir geantwortet dass dies die Fa. nichts angeht was ich mit meinem Geld mache und ich sollte/könnte von meinem ersparten meine Kosten zahlen, und wenn ich alles ausgebe geht das die nichts an - teilweise richtig - teilweise!
Fakt ist, laut Vertrag steht mir mein Fixum zu.
Des weiteren, wurde der "neue Vertrag" (Der Händlervertrag) am Tag an welchem mir die Kündigung ausgehändigt wurde, welche ich unterschrieb (Auf nicht originalem Geschäftspapier der GmbH!!sondern auf ein zusammengestelltes Papier aus Italien das den Anschein eines offiziellen Briefpapier wecken soll), dieser Vertrag wurde noch vor Ort besprochen mit meinem Vorgesetztem um
Änderungen vorzunehmen. Dann nach einiger Zeit, vor 1 bis 2 Wochen, erhielt ich die nächste Variante des Vertrages, welche immer noch nicht unterschriftsreif ist, da die Provi für einen Großauftrag (2,1Mio - davon 10%Provi!) zu besprechen sei. Sprich die 10% würden mir nicht zustehen da das Projekt als Angestellter
acquiriert wurde. Obwohl mir, nichtssagend, mündlich zugesichert wurde hiervon 10% zu bekommen. Es sah sehr nach Verzögerungstaktik aus. Somit ist die Frist für eine Klage verstrichen während ich auf dem Berater/Händlervertrag wartete.
Ich habe einen sehr hohen Anspruch an Urlaubstage die ich nicht eingereicht habe, letztes und laufendes Jahr, habe kaum Hotelsrechnungen
in die Spesen abgerechnet (Um die Kosten niedrig zu halten); und NIE Verpflegungspauschale/Aufwändungen eingereicht. Hierzu hatte ich dem Eigentümer einen Brief gesendet, mit Formular, er solle dieses bitte Gegenzeichnen und somit versichern, dass es nicht zu Verpfl.Aufwendungen kam - so ,dass ich meine Lohnsteuer einreichen kann - ich warte seit Monaten drauf!
Nun habe ich denen geschrieben, dass ich bereit bin auf diesen "Händlervertrag"+
das gestellt Fahrzeug bis 31.12.09+ die telefonkosten + die Provi vom Großauftrag+ Provisionsvorauszahlung zu verzichten wenn eine gewisse, abzusprechende, Summe beglichen wird und mein Gehalt bezahlt wird - sowie die kommenden letzten 2 pünktlich bezahlt werden. Ich denke die Höhe der Privi für den Großauftrag sollte wohl auf die Höhe der Provi vorauszahlung landen um 0 auf 0 raus zu kommen.
Ich bin froh wenn ich diese Fa. los bin. Aber meine Frage an euch Anwälte ist :
=> Wer ist bereit mich zu vertreten?
Habe ich Aussicht auf Erfolg?
Was kann mir zustehen?
Ich habe meinem Vorgesetzten geschrieben, dass ich am Dienstag kommender Woche zur Verfügung stehe um zusammen zu diesem Kunden zu fahren, von welchem wir diesen Großautftrag erhalten werden - obwohl (!) mir rechtlich doch, bei verspäteter Lohnauszahlung, das recht zusteht die Arbeit niederzulegen. Zum
Zeichen (Aus gutem Willen) gehe ich mit, mein Vorgesetzter meinte wir könnten über die Fixsumme sprechen.
Ich bin gespannt!
-- Einsatz geändert am 13.06.2009 15:31:37
Auftrag angenommen am 13.06.2009 15:55:24
Rechtsanwalt Dipl. Jur. Danjel-Philippe Newerla
Stresemannstr. 46, 27570 Bremerhaven, Tel: 0471/140-240, Fax: 0471/140-244
Erbrecht, Verkehrsrecht, Arbeitsrecht, Verwaltungsrecht, Wettbewerbsrecht, Zivilrecht, Gesellschaftsrecht, Miet und Pachtrecht
Bewertungen: 582
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Die Annahmerklärung und weitere Kommunikation kann nur zwischen Mandant und Anwalt eingesehen werden.
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