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Auftrag geschrieben am 17.12.2009 08:28:46

Nachforderung LFZ Krankheit + bez. Urlaub, kompliziert wg. Vertragskopplung

Rechtsgebiet: Arbeitsrecht | Status: angenommen
Guten Tag,
hier die Fakten:
1. zum 01.10.08 habe ich einen 400-Euro-Job in einem Fitness-Studio angefangen. Bedingung hierfür war, einen Mitgliedsvertrag in diesem Studio zu unterschreiben über die LZ von 24 Monaten.
Es existiert kein schriftlicher Arbeitsvertrag, aus dem dieses ersichtlich wäre. Diese Handhabung ist in diesem Studio so üblich.
2. während des Arbeitsverhältnisses gilt ein ermäßigter Beitragssatz, nach Beendigung der normale Tarif
3. während des Beschäftigungsverhältnisses gab es keine LFZ während Krankheit sowie keinen bezahlten Urlaub (ich hatte nicht danach gefragt und wurde aber auch nicht drauf hingewiesen)
4. aufgrund einer Beleidigung durch den Arbeitgeber habe ich das Arbeitsverhältnis zum 13.12.09 fristlos gekündigt
5. mir ist es nicht zumutbar, weiterhin in diesem Studio zu trainieren, daher möchte ich den Mitgliedsvertrag kündigen
6. rechnet man die Forderung aus LFZ und Urlaub zusammen, kommt man in etwa auf die Summe, welche für die Restlaufzeit des Mitgliedsvertrags noch zu bezahlen wäre
7. habe dem Studiobetreiber vorgeschlagen, dies gegenzurechnen und mich aus dem Vertrag zu lassen, andernfalls würde ich die mir gesetzlich zustehenden Sozialbezüge einfordern
8. anfangs wurde das Arbeitsentgelt auf mein Konto überwiesen, nach einiger Zeit folgte die Umstellung auf Barauszahlung. Hierbei musste ich eine Lohnbescheinigung quittieren, auf der immer höhere Beträge als der tatsächlich ausbezahlte aufgeführt waren. Kopien / Ausfertigungen der Lohnbescheinigung wurden mir nicht überlassen.
(Ich habe somit keinen schriftlichen Nachweis, wieviel Geld ich tatsächlich ausbezahlt bekommen habe; die dem Finanzamt oder der Knappschaft angegeben Beträge sind jedoch höher als tatsächlich ausbezahlt)
9. der Mitgliedsbeitrag wird immer vom Konto abgebucht
8. der Studiobetreiber hat die Sache seinem Anwalt übergeben (sagt er zumindest) und dieser würde sich schon auf ein neues Mandat freuen

Meine Fragen:
- wer ist hier im Recht?
- wie ist die Aussicht auf Erfolg für mich?
- sind die Praktiken des Studios legal?
- könnten aufgrund der falschen Angaben bei der Lohnauszahlung rechtliche Konsequenzen für mich entstehen und falls ja, in welchem Ausmaß (wer sich nicht fügt, wird dort gekündigt und bleibt auf einem langen, teuren Fitnessvertrag sitzen)
- was kostet mich eine anwaltliche Bearbeitung?
- es geht um einen Betrag von etwa 500 - 600 Euro




Auftrag angenommen am 17.12.2009 08:49:42

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