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Auftrag geschrieben am 15.10.2009 20:51:14

Uniscore - nicht berechtigte (Nach-) Forderung?

Rechtsgebiet: Inkasso, Mahnungen | Status: angenommen
Sehr geehrte Frau Anwältin/ sehr geehrter Herr Anwalt,

es geht um eine Restforderung in Höhe von 63,11 Euro - allein der Spaß hier kostet mich 50 Euro - aber da geht es mir jetzt auch mal ums Prinzip - im Notfall zahle ich eben doppelt...

Ich habe (offensichtlich - ich weiß es nicht mehr) am 19.12.2006 eine Warenlieferung von Druckerzubehör.de erhalten. Rechnungssumme: 11 Euro. Gut möglich, dass ich hier die Zahlung vergessen habe - sei´s drum...

Vor ca. 8 Wochen erhielt ich dann Post vom Inkassounternehmen Uniscore... ich bin überzeugt, dass dies der erste Brief der netten Herren war - kann es aber nicht mit Sicherheit sagen.

Uniscore schrieb, dass die Forderung nun bei 148,12 Euro liegt und ich doch bitte mind. 20 Euro zahlen solle, um weitere Schritte zu vermeiden. Da habe ich es natürlich gleich mit der Angst zu tun bekommen und brav 20 Euro überwiesen.

Schon folgte der nächste Brief... nun stellte man mir die Restforderung zzgl. 45 Euro + 19% Mwst. in Rechnung... dies sei eine Gebühr für eine Ratenzahlungsvereinbarung. Diese habe ich aber nie unterschrieben, gewünscht oder was auch immer... ich habe lediglich 20 Euro überwiesen und ahnte ja nicht, dass dies zu weiteren Kosten führen könnte.

Da mir das dann doch zu doof wurde, habe ich die restlichen 128,12 Euro überwiesen (somit also dann insgesamt 148,12 Euro gezahlt - die genannte Forderung im ersten Schreiben) und die Sache als für mich erledigt deklariert.

Uniscore ist hier allerdings anderer Ansicht... nun bekomme ich weiter munter Briefe... ich bin allerdings nicht bereit diese Forderungen zu bezahlen - das teilte ich den Herrschaften auch per eMail mit (frei nach dem Motto "Meine Taschen sind voll, aber zu!") - ohne Reaktion der Gegenseite...

Nun also ein erneuter Brief mit folgender Kontoaufstellung:

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19.12.2006 - 11,00 Euro - Warenlieferung Rg. xxxxxxxxxx

19.12.2006 - 18,00 Euro - Gläubigerspesen

19.12.2006 - 05,50 Euro - Bankrücklast

16.06.2009 - 57,00 Euro - 1. Inkassobrief
+19% Mwst - 10,83 Euro

20.07.2009 - 22,50 Euro - EMA Regis24
+19% Mwst - 4,28 Euro

07.08.2009 - 01,15 Euro - Auskunftskosten
+19% Mwst - 0,22 Euro

24.08.2009 - -20,00 Euro - Zahlung d. Schuldners

24.08.2009 - 45,00 Euro - TZ-Angebot
+19% Mwst - 8,55 Euro

01.09.2009 - -128,12 Euro - Zahlung des Schuldners

12% aus 11.00 - 3,70 Euro
v. 19.12.06 - 08.10.09
KontoFK 06/09-10/09 - 23,50 Euro

08.10.09 - Stand:
unverz. Kosten: 48,41 Euro
Zinsen: 3,70 Euro
Hauptf. 11 Euro
Gesamt: 63,11 Euro
zzgl. 12 % Zinsen aus 11 Euro ab 09.10.09 (0,01 Euro tägl)

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Frage: Bin ich eine kostenpflichtige Ratenzahlungsvereinbarung eingegangen, durch meine 20 Euro Überweisung? Ist das rechtens, dass mir diese Kosten nicht bekannt waren? Ist es nicht durch meine Zahlung der Gesamtsumme gar nicht zur benannten Ratenzahlung gekommen, so daß auch keine Kosten anfallen können? Wenn ja, dürfen Sie dieses den Herren gerne für mich mitteilen...

Und zweitens: Ist es überhaupt verhältnismäßig, dass aus einer Hauptforderung von 11 Euro eine Gesamtschuld in Höhe von 211,23 Euro wird? Ist das noch rechtens? (211,23 Euro = 148,12 gezahlt + 63,11 Restforderung)... wenn das nicht rechtens ist, kann man hier noch etwas zurück verlangen? Ärgere mich schon, das einfach gezahlt zu haben...

Das mit den 11 Euro ist unbestritten, das ist komplett meine Schuld.. und dass ich Gebühren zu zahlen habe, weil ich zu doof war, diese Rechnung zu zahlen ist ja auch ok (Strafe muss sein!)... aber dass der Betrag sich ver-21-facht.... ich weiß ja nicht.

Vielen Dank für Ihre Hilfe


Auftrag angenommen am 15.10.2009 21:03:18
Rechtsanwalt Steffan Schwerin
Golmsdorfer Str. 11, 07749 Jena, Tel: 036412692037, Fax: 032121128582
Arbeitsrecht, Erbrecht, Zivilrecht, Miet und Pachtrecht, Familienrecht, Vertragsrecht, Internet und Computerrecht, Urheberrecht
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